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Der Analprolaps (Anodermprolaps) ist gekennzeichnet durch einen segmentalen- oder zirkulären Vorfall von Gewebe des Analkanales.

Der Anodermprolaps ist Folge einer Lockerung der Bindegewebsanteile des Analkanales.
Finden sich Anteile von Schleimhaut im Prolaps, sprechen wir von einem Hämorrhoidalprolaps.

Beide Prolapsformen können operativ durch Schnittverfahren und damit zur Resektion der betroffenen Areale therapiert werden.

Der Rektumprolaps ist durch eine innere Einstülpung ( Invagination) der Schleimhaut mit den tieferen Schichten gekennzeichnet.
Vorwiegend beginnt der Prolaps an der Vorderwand, oberhalb der Beckenbodenmuskulatur (Puborektalisschlinge) zu invaginieren, da anatomisch bedingt, hier ein Locus minoris resistentiae (ein Ort eines geringeren Widerstandes) vorliegt.

Wir unterscheiden 3 Schweregrade:

Grad 1

Enddarm fällt in den Enddarm vor (innerer Prolaps), nur endoskopisch erkennbar

Grad 2

Enddarm fällt in den Analkanal und weitet diesen

Grad 3

Enddarm tritt durch den Schließmuskel nach außen

Beim Schweregrad 1 können konservative Therapieversuche erfolgreich sein (Flohsamentherapie, Anwendung von Klysmen)

  • Die Indikation zur Operation wird beim Rektumprolaps vom Ausmaß der analen Inkontinenz abhängig gemacht.
  • Das heißt, auch kleine Vorfälle, bei denen eine Inkontinenz droht oder bereits vorliegt, sollten operiert werden.
  • Es gibt unterschiedliche Zugangswege. Man kann den Vorfall vom After aus operieren (STARR- Methode /Trans- STARR- Methode) oder über den Bauch (OP nach Frykman- Goldberg).